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Wie schreibst Du eine Hausarbeit?

| Organisatorisches

Was genau muss so eine Hausarbeit beinhalten, wie aufgebaut sein und wo fängt man bloß an?

Hausarbeiten sind ein Teil des Studiums, der so manchen Studenten während ihrer Semester an der Universität Kopfschmerzen bereitet. Sie sind neben Klausuren, Referaten, Tests und mündlichen Prüfungen eine wichtige Art der Prüfungsleistung. Die meisten wissen jedoch gerade zu Beginn des Studiums gar nicht so recht, wo sie bei dem Verfassen einer Hausarbeit anfangen sollen und können sich somit schnell von den Anforderungen überfordert fühlen. Um dem vorzubeugen, soll Euch dieser Artikel über die wichtigen Kriterien, das Verfassen einer Hausarbeit und allgemein über wissenschaftliches Arbeiten informieren.

Zeitmanagement

Wenn Du mit der Hausarbeit beginnst, machst Du Dir am besten zunächst Gedanken über Dein Zeitmanagement. Während manche Studierende es schaffen, eine Hausarbeit inklusive vorangehender Recherchearbeit in ein oder zwei Wochen zu schreiben, gibt es auch viele, die sich zwei Monate dafür Zeit nehmen. Das ist abhängig von der persönlichen Arbeitsweise, aber auch Zielsetzungen und Terminkalender. Überlege Dir also zunächst Folgendes: Wann ist Dein Abgabedatum? Wie lang muss die Arbeit sein und wie komplex ist das Thema? Was hast Du in der Zwischenzeit vor (Urlaub, Freunde besuchen, andere Klausuren etc.)? Arbeitest Du lieber konzentriert und machst alles am Stück oder bevorzugst Du kurze Arbeitseinheiten mit größeren Pausen? Ist es Dir wichtig, eine perfekte Arbeit abzuliefern oder möchtest Du lediglich mit möglichst wenig Aufwand bestehen? Lege Dir anhand Deiner Antworten selbst einen groben Zeitrahmen fest und nimm Dir am besten zeitlich begrenzte, also beispielsweise wöchentliche Ziele vor. Das kann folgendermaßen aussehen: Bis zur nächsten Woche informiere ich mich über ein Thema und entscheide mich für eine Fragestellung, bis zum Ende der übernächsten Woche besorge ich mir die nötige Literatur dazu, usw. Auf diese Weise merkst Du frühzeitig, wenn Du doch länger brauchen solltest als gedacht oder Du Dir doch etwas mehr Freizeit gönnen kannst und verhinderst vor allem, am Ende völlig gestresst die Nächte durcharbeiten zu müssen.

Aufbau der Arbeit

Solltest Du im Laufe Deines Studiums noch keine Hausarbeit verfasst haben, ist es zunächst hilfreich zu wissen, wie der typische Aufbau einer solchen wissenschaftlichen Arbeit aussieht. Die Arbeit beginnt mit einem Deckblatt. Darauf sollte das Thema beziehungsweise die Fragestellung Deiner Arbeit sowie das jeweilige Seminar, in dessen Rahmen die Arbeit abgegeben wird, der zuständige Dozent und Angaben zu Deiner Person stehen (Kontaktdaten, Studiengang, Fachsemester und Matrikelnummer). Auf das Deckblatt folgt ein Inhaltsverzeichnis, in dem alle Deine Unterpunkte und Kapitel sowie das Literatur- und gegebenenfalls Abbildungsverzeichnis mit der jeweiligen Seitenzahl zu finden sind. Wie Du Deine Arbeit gliedern und aufbauen willst, solltest Du Dir am besten schon zu Beginn des Prozesses überlegen. Es kann aber immer vorkommen, dass Du im Rahmen der Recherche oder im Schreibprozess feststellst, dass Du einige Punkte noch hinzunehmen beziehungsweise weglassen solltest. Bleibe also offen für Veränderungen der Gliederung und achte darauf, das Inhaltsverzeichnis vor Abgabe noch einmal komplett zu aktualisieren.

Anschließend beginnt die eigentliche Thesis mit einer Einleitung, die man entgegen aller Vermutungen am besten erst am Ende der Arbeit verfasst. Die Einleitung ist in der Regel nicht länger als ein oder zwei Seiten (abhängig von der Gesamtlänge der Arbeit) und liefert eine kurze Herleitung zum Thema, die erklärt, warum Deine Fragestellung überhaupt untersucht werden sollte, sowie einen kurzen Ausblick darüber, wie die darauffolgende Untersuchung aufgebaut ist. Meist wird auch schon das Ergebnis, das am Ende der Arbeit steht, genannt (auch wenn es in der Einleitung als eine These formuliert wird, die es noch zu überprüfen gilt). Im Hauptteil erfolgt dann die in verschiedene Unterkapitel geteilte Analyse Deiner Fragestellung unter der Verwendung wissenschaftlicher Belege, also Beweise Deiner Behauptungen. Diese führt dann zum Schlussteil oder Fazit in dem Du die vorher geleistete Arbeit kurz zusammenfasst und eine schlussfolgernde Antwort auf Deine Fragestellung lieferst.

Im Anschluss an den Fließtext folgt dann noch ein Literaturverzeichnis, also eine Übersicht aller verwendeten Quellen, sowie ein Abbildungsverzeichnis, falls Du Bilder oder Diagramme verwendet hast. Wichtig ist außerdem, am Ende eine sogenannte Eigenständigkeitserklärung oder eidesstattliche Versicherung anzuführen. Dabei handelt es sich um ein Formular, das in der Regel auf der Universitätshomepage heruntergeladen werden kann und in dem Du verbindlich versicherst, die Arbeit selbständig verfasst und nicht abgeschrieben zu haben (zumindest nicht, ohne solche Passagen korrekt als Zitat oder Paraphrase gekennzeichnet zu haben).

Vorbereitung und Entwicklung der Thematik der Arbeit

Kommen wir nun zum detaillierteren Aufbau oder vielmehr der Herangehensweise an eine solche Arbeit. Manche Dozenten geben ihren Studierenden konkrete Themen vor oder stellen ein paar zu Auswahl. Meist gehört die Entwicklung der genauen Fragestellung aber zur Arbeit der Studierenden und kann für die weitere Arbeit sehr entscheidend sein. Du solltest Dich also zunächst gut vorbereiten. Das bedeutet eine Richtung, ein Themengebiet herauszusuchen, welches möglicherweise sogar schon im Seminar behandelt oder angesprochen wurde. Was findest Du besonders interessant? Was würdest Du gerne näher beleuchten? Schau Dir dazu beispielsweise erst einmal die Literaturliste des Seminares an – welche Sitzungen haben ein ganz besonderes oder kritisches Thema behandelt und welche Texte sagen Dir zu? Darauf aufbauend kannst Du Dich weiter informieren, Texte und Problematiken heraussuchen, die Dich interessieren und Dein Thema weiter eingrenzen. Gerade bei regulären Hausarbeiten, die häufig zwischen zehn und 15 Seiten lang sind, sollte die Fragestellung am Ende sehr konkret und nicht zu allgemein sein, da Du sie sehr detailliert untersuchen solltest und eben auch den Raum dazu haben musst. Wenn Du überhaupt keine Idee hast oder irgendwann nicht mehr weiterweißt, kannst Du in den meisten Fällen um Tipps und Ratschläge beim Dozierenden bitten. Oft reicht es aus, eine ungefähre Vorstellung des Themengebiets zu haben und die konkrete Fragestellung dann während der Literaturrecherche aufzustellen.

Literaturrecherche

Kommen wir demnach zum nächsten wichtigen Punkt: der Literaturrecherche. Was wurde zu Deinem ausgewählten Thema bereits erforscht? Welche wichtigen Werke sollten die Basis Deiner Hausarbeit bilden? Welche Aspekte werden besonders häufig und kritisch beleuchtet? Suche nach Primär- sowie Sekundärquellen* bestehend aus Sammelbänden, Aufsätzen, Monographien und ggf. Internetquellen (falls diese valide und vertrauenswürdig sind!). Achte zudem darauf, dass Du genügend Quellen benutzt, aber auch nicht zu viele. 80 Quellen auf 15 Seiten Hausarbeit sind nicht vorteilhaft, fünf Quellen jedoch auch nicht. Bei vielen Studiengängen gilt die Faustregel, dass man für jede Seite ungefähr ein bis zwei Quellen einplanen sollte. Für die genauen Anforderungen erkundigst Du Dich am besten bei Deinem Dozenten.

Wichtig ist, dass Du auf die Validität der Quellen achtest. Am sichersten ist es dazu, den Katalog der Universitätsbibliothek zu durchforsten. Solltest Du zu Deinem Thema dort nicht genug Material finden oder eine andere Quelle im Kopf haben, die Du für besonders passend hältst, kannst Du Dir an einigen Merkmalen klarmachen, ob diese wohl geeignet ist: Ist der Text in einer wissenschaftlichen und korrekten Sprache verfasst? Sind Quellen korrekt angegeben und handelt es sich dabei um vertrauenswürdige Quellen? Ist der Autor des Textes in dem Bereich über den hier geschrieben wird anerkannt? Wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du Kommilitonen oder Dozierende fragen. Benötigst Du noch mehr Literatur, kann es außerdem helfen Dir die Literaturverzeichnisse der Werke anzuschauen, die Du bereits hast. Beim Durcharbeiten empfiehlt es sich dann, geordnete Notizen zum Inhalt der Beiträge zu machen und sich gegebenenfalls auch schon besonders aussagekräftige Zitate zu notieren, damit Du beim Schreiben nicht alles nochmal nachlesen musst und Deine Gedanken besser sortieren kannst.

*Eine Primärquelle ist ein literarisches Werk, welches sich als Erstes wissenschaftlich und historisch mit einem spezifischen Thema auseinandersetzt. Darauf basierend entstehen Sekundärquellen, die sich auf die Primärquellen beziehen bzw. diese als Referenz für weitere Erkenntnisse benutzen.

Gliederung der Arbeit

Hast du deine spezifische Fragestellung entwickelt und entsprechende Literatur herausgesucht, geht es nun darum, eine Gliederung zu erstellen an der Du Dich selbst während des Schreibens der Arbeit orientieren kannst. Wie eingangs bereits erwähnt, kann es passieren, dass sich einzelne Aspekte im Schreibfluss noch ändern. Die grobe Gliederung sollte jedoch schon jetzt erstellt werden.

Wie ebenfalls erwähnt, besteht die Arbeit aus drei großen Hauptbereichen: der Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss. Während du in der Einleitung den/die Leser kurz in die Thematik einführst und keine Unterpunkte benötigst, geht es im Hauptteil um die Diskussion, Analyse oder Untersuchung deiner Forschungsfrage. Überlege Dir: Brauche ich zunächst Begriffserklärungen oder eine Basistheorie, auf denen spätere Erkenntnisse aufbauen? Dann solltest Du diese in den ersten Kapiteln des Hauptteils anführen. Aber Vorsicht, die reine Wiedergabe von Grundsatzwissen darf keinen zu großen Anteil an Deiner Arbeit haben. Den größten Anteil muss zumeist die eigene Arbeit, also Analyse oder Diskussion haben. Je nach Thema kann es dazu manchmal sinnvoll sein, erst einzelne Aspekte zu analysieren und anschließend zu vergleichen, manchmal fiktive oder reale Beispiele anzuführen oder unterschiedliche Positionen und Ansichten gegenüberzustellen.

Aufgepasst: Anders als in vielen englischsprachigen Ländern ist es in Deutschland durchaus üblich das Für und Wider von Argumenten und Positionen gegeneinander auszuspielen, die Argumentationskette muss nicht immer zielgerichtet für eine Seite sprechen! Auf der Grundlage dieser Überlegungen kannst Du den Hauptteil dann in verschiedene Unterkapitel aufteilen, die die Arbeit nicht nur für den späteren Leser übersichtlicher und verständlicher machen, sondern auch bei der Ordnung Deiner Ideen und Gedanken im Schreibfluss helfen können. Im Hauptteil ist es außerdem besonders wichtig mit Zitaten und Paraphrasen zu arbeiten. Was dabei zu beachten ist, erfährst Du im nächsten Abschnitt. Der Schlussteil bringt dann die Ergebnisse auf den Punkt, stellt das Fazit Deiner Fragestellung, die Antwort dar. Du kannst selbst hier eine gespaltene Meinung vertreten, solltest Dich aber immer auf die verwendeten wissenschaftlichen Werke beziehen, damit Dein Fazit nicht rein subjektiv ist und trotzdem den Anspruch der Validität innehält.

Zitieren und Paraphrasieren

Wie bereits erwähnt, ist es ausgesprochen wichtig für eine Hausarbeit, dass Du Deine Aussagen den Regeln entsprechend belegst. Alle Aussagen oder Behauptungen, die man nicht als allgemein bekannt, also auch jedem Fachfremden offenkundig, bezeichnen kann, müssen durch valide Quellen bewiesen werden. Die Quellen solltest Du wie bereits erklärt in der Literaturrecherche aufgetan haben. Entscheidend ist dann, die Quelle auch richtig anzugeben. Du kannst in den meisten Fällen nämlich nicht einfach drauf losschreiben und lediglich alle verwendeten Quellen am Ende im Literatur-/ Abbildungsverzeichnis aufführen. Stattdessen solltest Du bei jeder einzelnen Aussage, beziehungsweise jedem inhaltlichen Abschnitt Deiner Arbeit kennzeichnen, woher Du Die Fakten und Aussagen hast. Alles andere wäre ein Plagiat und das ist, wenn es erkannt wird, nicht nur ein eindeutiger Grund durchzufallen, sondern auch rechtlich strafbar.

Grundsätzlich solltest Du zwischen Paraphrasen und Zitaten unterscheiden können. Paraphrasen sind die inhaltliche Wiedergabe von Texten anderer in eigenen Worten. Entsprechende Abschnitte sind lediglich mit der Quellenangabe zu versehen. Von Zitaten spricht man, wenn Du mehr als drei Wörter eins zu eins wiedergibst. Diese Aussagen müssen nicht nur mit der Quelle versehen, sondern auch in Anführungszeichen gesetzt werden. Eine gute Arbeit weist meist eine Mischung von direkten Zitaten und Paraphrasen auf. Allgemein gilt: Je kürzer die Arbeit, desto eher sollte man auf lange Zitate verzichten und besser selbst knapp das Wichtigste zusammenfassen.

Zur Art und Weise der Quellenangaben gibt es verschiedene Systeme. Es ist deshalb entscheidend, dass Du vorher mit deinen Dozierenden klärst, welche Zitierweise gewünscht ist! In Deutschland ist allgemein das Zitieren mit Fußnoten am üblichsten. Dazu werden hinter die inhaltlichen Abschnitte, beziehungsweise (immer direkt hinter!) die Zitate eine Fußnote gesetzt. Unten auf der Seite finden sich dann die entsprechenden Angaben zur Quelle inklusive der Seitenzahl, auf die Du Dich beziehst. Genaue Regeln zu Art und Aufbau der Quellenangaben kannst Du auf Wissenschaftliches-Arbeiten.org nachschauen.

In englischsprachigen Seminaren, aber auch einigen deutschen Disziplinen wie beispielsweise den Sprachwissenschaften sind hingegen eher die Kurzverweise verbreitet. Dabei werden die Quellenangaben statt in den Fußnoten in Klammern hinter die Paraphrasen oder Zitate gesetzt. In der Regel gibt man dazu nur kurz den Nachnamen des Autors und die jeweilige Seitenzahl an, während die gesamte Quellenangabe im Literaturverzeichnis zu finden ist. Auch dazu gibt es verschiedene Systeme, das wohl bekannteste ist aber das MLA-System, dessen Regeln die Uni Siegen übersichtlich zusammengetragen hat. Bei Unsicherheiten gilt natürlich auch hier, schrecke nicht davor zurück Kommilitonen oder Dozierende zu fragen! Wenn Du darauf achtest, alle konsultierten Quellen auch tatsächlich sowohl im Fließtext als auch im Literaturverzeichnis anzugeben und dabei vor allem einen einheitlichen Stil und Aufbau verwendest, sollte aber nichts weiter schiefgehen.

Schreibprozess und Überprüfung

Mit all diesen Regeln im Hinterkopf und Deinem durch die (grobe) Gliederung und Literaturrecherche aufgestelltem Konzept kannst Du dann also mit dem Schreiben loslegen. Achte darauf keine umgangssprachlichen Formulierungen, sondern entsprechende Fachbegriffe zu benutzen, damit Dein Text wissenschaftlich klingt. Außerdem ist es wichtig, den roten Faden durch alle Kapitel hindurch zu behalten, also klar zu machen, warum dieser Exkurs, dieses Beispiel oder diese Argumentation für Deine Arbeit relevant ist.

Bist Du mit dem Schreiben aller Kapitel fertig, gilt es, die vorliegende Arbeit auf alle wichtigen Aspekte zu überprüfen: Hast Du alles korrekt zitiert oder könnte Dir irgendwo ein Plagiat unterstellt werden? Sind die formalen Anforderungen eingehalten worden (Seitenrand, Zeilenabstand, Schriftgröße etc.)? Ist Deine Satzbildung verständlich, sind Grammatik und Rechtschreibung richtig? Du solltest nochmal alles überarbeiten: Formales, Struktur, Wortwahl und Satzbau. Schreiben heißt auch, immer wieder neu schreiben. Hast Du schon ein Literaturverzeichnis erstellt und die unterschriebene Eigenständigkeitserklärung der Hausarbeit hinzugefügt? Bist Du Dir nicht sicher, wie die Anforderungen im formalen Bereich aussehen, haben die meisten Universitäten einen eigenen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten, den man sich herunterladen und zur Orientierung benutzen kann.

Korrektur lesen lassen

Sind alle diese Punkte erfüllt, solltest Du Deine eigene Arbeit nochmals von einigen Außenstehenden Korrektur lesen lassen. Auch wenn Du Deinen eigenen Text schon oft überprüft hast, fehlt Dir meist der objektive Blick um Flüchtigkeitsfehler oder irreführende Satzstellungen noch wahrzunehmen. Immerhin weißt Du genau, was da eigentlich stehen oder ausgesagt werden soll, Andere aber nicht. Wichtig ist, für das Korrekturlesen genug Zeit einzuplanen, damit Du zum Ende Deiner Arbeit nicht doch noch unter Zeitdruck gerätst. Gib Deine Hausarbeit Personen, die wissen, worauf es in der Arbeit ankommt (anderen Studenten, Kommilitonen) aber auch Bekannten, die weder mit dem Studium, noch mit dem Thema vertraut sind (Bruder, Schwester, Vater, Freundin). Somit solltest Du ein angemessenes Feedback bekommen und am Ende sowohl Rechtschreibung und Grammatik, als auch den roten Faden und die Verständlichkeit des Textes angemessen korrigieren können.

Abgabe und Bewertung der Arbeit

Deine Arbeit sollte jetzt druckreif sein! Nachdem Deine Hausarbeit alle überprüfenden Maßnahmen überstanden hat, kannst Du sie endlich abgeben. Bringe im Voraus am besten noch in Erfahrung, ob der Dozent die Arbeit als Printversion oder in digitaler Form (oder beides) erhalten möchte. Ausgedruckt bedarf es im Normalfall eines einfachen Hefters oder einer Klarsichtfolie, um die Arbeit abzugeben. Bei Bachelor- oder Masterarbeiten haben die meisten Universitäten genaue Anforderungen an die Printversion (z.B. Spiral- oder Buchbindung in mehrfacher Ausfertigung). In digitaler Form speicherst Du das Dokument am besten im PDF-Format und schickst es dem Dozenten per Mail. Manchmal wollen Dozierende auch explizit eine Word oder OpenOffice-Datei, um die Arbeit von digitalen Plagiatsprüfungssystemen kontrollieren zu lassen. Dann empfiehlt es sich dennoch, eine PDF-Version beizufügen, um sicherzugehen, dass die Leseversion keine Formatierungsfehler durch verschiedene Programmversionen oder ähnliches enthält. Außerdem sollte der Dateiname klar und verständlich sein, damit er in den ganzen Downloads des Professors nicht untergeht – am besten: Hausarbeit_ThemaderHausarbeit_Vor-undNachname.pdf.

Bis Du Deine Hausarbeit zurück erhältst kann es je nach Dozent und äußeren Bedingungen auch schon mal einige Monate dauern. Benötigst Du die Note schnell für Dein Transkript oder ähnliches, solltest Du das also möglichst frühzeitig und freundlich bei Deinem Prüfer ankündigen. In der Regel ziehen diese die Bewertung dann vor. Meist wird Dir per Mail oder über das Online-Notensystem der Uni mitgeteilt, wann und wie die Arbeit bewertet wurde. Manchmal gibt es auch noch klassische Aushänge auf dem Campus oder persönliche Feedback-Gespräche. Der Vorteil von letzteren ist, dass Du genau erfährst, was gut und was verbesserungswürdig an Deiner Arbeit war. Wenn Du Deine Note lediglich digital mitgeteilt bekommst und nicht verstehst, wie es dazu kam, kannst Du Deinen Prüfer aber auch per Mail um ein solches Gespräch bitten.

Deine persönliche Checkliste

Beim Durchlesen des Artikels fällt sicher auf, das alles klingt nach ziemlich komplizierter und anstrengender Arbeit und ganz ehrlich – das ist es auch. Hat man aber ein interessantes Thema und einen Dozierenden mit dem man gut zurechtkommt, geht das Ganze oft viel schneller und spaßiger von Statten als man zuerst meint. Und selbst, wenn das mal nicht der Fall sein sollte, kann mit diesen Tipps und Anleitungen kaum noch etwas schiefgehen! Zudem wirst Du mit jeder neuen Hausarbeit geübter und am Ende des Studiums steht der Bachelor- oder Masterarbeit nichts mehr im Wege. Wer gar keine Hausarbeit während des Studiums schreibt und lediglich am Ende die (Bachelor-)Arbeit, muss zwar noch ein paar weitere als die hier angeführten Aspekte beachten, die Vorgehensweise ist in den Grundzügen jedoch die Gleiche und unterscheidet sich beispielsweise lediglich in dem Umfang, dem Zeitaufwand und der Präzision der Thematik. Also, keine Angst und ran an die Arbeit, dann kannst Du auch bald wieder Deine Freiheit genießen J

Als kleine Hilfe für die Planung Deines Arbeitsprozesses kannst Du Dir hier außerdem noch Deine persönliche Checkliste herunterladen, in der nochmal alle wichtigen Arbeitsschritte zusammengefasst sind:

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